Severance (2006)

Ernsthafter Splatter und schwarzer Humor. Ob das zusammen passt? Teenie-Slasher und Ulk scheinen ja per se kompatibel. Aber in diesem Fall? Wie schafft man es Comedy stimmig mit dem Survial-Horror Genre zu verbinden? Ich war gespannt!

Severance

Bereits die Anfangssequenz lässt erahnen, welcher Weg eingeschlagen werden soll: Während zwei Damen versuchen sich mit Hilfe ihrer (Unter-)Wäsche aus einer Fallgrube zu befreien wird ein paar Meter weiter oben ein kopfüber hängender Typ mit der Machete tranchiert. Severance ist eine 90-minütige Gratwanderung zwischen Spannung und Komik, die der Film mit Bravour meistert ohne dabei ins unpassend Lächerliche abzurutschen. So spielt er gekonnt mit den Erwartungen der Zuschauer, welche diesen von zahlreichen Genrevertretern eingeimpft wurden. Doch Klischees werden hier stets nur aufgebaut um letztlich beherzt über den Haufen geworfen zu werden. Die bewusst stereotyp angelegten Charaktere – die unverbrauchten Gesichter britischer Produktionen sind übrigens immer wieder eine Wohltat – ersparen langatmiges Vorgeplänkel und erlauben dem Film von Beginn an ein hohes Tempo zu fahren. Der inseltypische Humor wirkt dabei nie aufgesetzt oder übertrieben und steht Severance ganz vorzüglich. Gespickt wird das Ganze mit einigen bitterbösen Seitenhieben auf die Waffen-Lobby, sowie die allgegenwärtige Terrorismus-Panikmache. Insgesamt ein intelligenter Genre-Mix, der jedoch dem Mainstream-Publikum unter Umständen gerade deshalb entweder nicht blutig oder aber nicht lustig genug sein dürfte. Ach und eins noch… Wenn ich mir das Genre in jüngster Vergangenheit mal so anschaue: Ob Hostel, Them, oder eben Severance… Der Osten ist scheinbar die neuen Rednecks. 8/10

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