I know Kung-Fu

Gestern war es soweit. Meine Konzertsaison 2007 wurde eröffnet, direkt mit einem Knaller. SHITDISCO gaben sich im Zuge des Intro Intim Januar die Ehre und im Schlepptau hatten sie The Pigeon Detectives und Lo-Fi-Fnk. Dumm nur, dass sich ausgerechnet gestern mein 4-wöchiger Husten endgültig zu einer handfesten Erkältung zu mausern schien. Aber Jammern gilt nicht und so ging nachmittags dann vollgepumpt mit Paracetamol Richtung Köln.

Shitdisco

Drei Stunden und einen Burger King Besuch später hatten wir unser Ziel, das Gebäude 9, erreicht. Parkplatz direkt vorm Club (lässig), nix wie rein (kalt), doch leider war der Soundcheck noch nicht abgeschlossen und folglich auch noch kein Einlass (kalt, warten). „Ziemlich abgefuckt“ sei der Laden, so sagte man mir, und bereits die Lage – ein nach Drogenumschlagplatz aussehender Hinterhof im Industriegebiet – schien dies zu bestätigen. Drinnen wurde es nur unwesentlich besser.

The Pigeon Detectives

Wie betraten einen kleinen Vorraum mit Bar, DJ, einigen Sitzgelegenheiten vom Sperrmüll, sowie zwei Motorola Gewinnspielmädels. Am anderen Ende war die Tür zum eigentlichen „Konzertsaal“, sprich dem größeren Teil der runtergekommenen Lagerhalle, noch verschlossen. Eine Location nach meinem Geschmack! Und wenn eine der Bands dann auch noch SHITDISCO heißt ein geradezu würdiges Ambiente. Um 21 Uhr sollte es losgehen und tatsächlich betraten die Pigeon Detectives schließlich mit nur fünfminütiger Verspätung die Bühne. Dann mal los!

Lo-Fi-Fnk

Die Jungs gaben direkt ordentlich Gas, einzig das Publikum war noch ein wenig verhalten. Das altbekannte Leid der ersten Band. Der Sänger Matt Bowan, der sich bei seinen Sprüngen wohl Paul Smith zum Vorbild gemacht hat, verfügt bereits über eine beachtliche Bühnenpräsenz. Frech, rotzig, libertinesque – das Album im Mai dürfte wohl viele Anhänger finden. Heißer Scheiß! Danach machten sich Lo-Fi-Fnk ans Aufbauen ihrer Instrumente, sofern man diesen ganzen Elektronikkram noch so nennen kann. Hot Chip meets Daft Punk in einem Schwulenclub auf Ibiza, so würde ich das Ganze mal beschreiben. Erstaunlicherweise schienen die meisten Leute wegen dem Duo aus Schweden hier zu sein. Nun ja…

Klick mich!

Als sich dann um kurz nach 23 Uhr die SHITDISCOianer anschickten den Abend gebührend ausklingen zulassen, war es auch bei mir vorbei mit Rücksichtnahme auf meine angeschlagenen Gesundheit. Das Publikum hatte sich nach Lo-Fi-Fnk bereits dezimiert, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. In Reihe eins wurde anständig gezappelt und die fiese Erkältung ausgeschwitzt. Gesundfeiern – das wär doch mal was. Und tatsächlich geht es mir heute bereits besser. Trifft sich gut, denn am Samstag geht’s bereits weiter – wieder mit SHITDISCO! Bilder aus Köln gibt’s durch Klick auf die obige Setlist. One, two, you know what to do.

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