Little Miss Sunshine (2006)

Little Miss Sunshine

Wenn es nach Dustin Hoffman geht, so ist Little Miss Sunshine der beste Film des vergangenen Jahres. Nun möchte ich mir wahrlich nicht anmaßen Mr. Hoffmans filmischen Geschmack in Frage zu stellen, jedoch kann eine gesunde Portion Skepsis nicht schaden, wenn eine Indie-Produktion von allen Seiten derart mit Lob überschüttet wird wie das Regiedebut von Jonathan Dayton und Valerie Faris. Also Tacheles: Tatsächlich die angepriesene Perle im matten Hollywoodalltag oder nur ein überschätzter Everybody’s Darling?

Entwarnung bereits nach kürzester Zeit. Das unbeschwerliche Familiendrama meets Road Movie weiß auf Anhieb mit subtilem Humor und schrägen Figuren zu begeistern. Womit wir schon beim Thema wären. Zweifelsohne lebt Little Miss Sunshine von seinem grandiosen Ensemble, wobei es ungerecht wäre, hier jemand besonders hervorzuheben, da alle eine grandiose Leistung darbieten.

Abigail Breslin als pummelige Olive, Paul Dano als ihr „introvertierter“ Bruder Dwayne, Alan Arkin als obszöner Drogen-Opa, Greg Kinnear als Familienvater und zwanghaft optimistischer Motivator, Toni Collette als überforderte Mutter mit guten Absichten und Steve Carell als deren selbstmordgefährdeter Bruder. Sie alle brillieren in ihren Rollen, so dass man guten Gewissens in jeder Hinsicht von einer Idealbesetzung sprechen kann.

Gemeinsam treten die Sechs die Reise quer durchs Land an, um der kleinen Olive die Teilnahme am Little Miss Sunshine Schönheitswettbewerb zu ermöglichen. Ihr Gefährt, ein alter gelber VW Bus, ist dabei genauso ramponiert wie die ganze Familie und wird schnell zum Sinnbild für selbige. Denn genau wie die Hoovers funktioniert auch der Bus nur dann, wenn alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen. So wird das Ziel aller Rückschläge zum Trotz letztlich doch erreicht und es kommt zu Olives großem Auftritt…

Little Miss Sunshine – Putting the „fun“ in dysfunctional!

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