Saw III (2006)

Saw III

„Profitieren von dem Hype.“ Diese Worte der großartigen Band Saalschutz scheinen sich die Damen und Herren bei Lions Gate Films auf die Fahnen geschrieben zu haben. So folgte auf den cleveren Überraschungshit Saw aus dem Jahre 2004 bereits ein knappes Jahr später ein zweiter Teil. Unausgegoren, ideenlos, erzwungen und direct-to-video sind bis heute Vokabeln, die ich mit diesem Machwerk assoziiere. Ein weiteres Jahr ist seitdem ins Land gezogen und pünktlich steht nun ein weiterer Nachfolger auf der Matte.

Wenn man den Gewinn betrachtet, der mit Teil 2 erwirtschaftet wurde, verwundert es nicht, dass Saw III kopierend und innovationsfrei daher kommt. Never stop milking a cash cow. Folglich bleibt die Qualität abermals auf der Strecke und man ist einzig darauf aus, das bislang gesehen zu toppen. Noch bizarrere und abstoßendere Folterszenarien, noch explizitere und brutalere Gewalt, so lautet das Rezept der Macher.

Garniert mit den bewährten Zutaten – schnelle Schnitte in MTV-Optik, unfähige dümmliche Cops, Killer mit Gottkomplex und der obligatorische Twist – verläuft der Film in erschreckend vorhersehbaren Bahnen. Hierbei hält selbst die finale Wendung nur wenig Unerwartetes bereit. Dennoch dürfte auch diese Sequel einen guten Schnitt machen, was durchaus ein wenig zu denken geben sollte. Ach ja, die Teile 4 und 5 sind selbstverständlich schon angekündigt. Vermutlich wird die Milch zumindest für die Zuschauer auch dann wieder sauer sein.

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