The Prestige (2006)

The Prestige

„Every great magic trick consists of three acts. The first act is called The Pledge: The magician shows you something ordinary, but of course it isn’t. The second act is called The Turn: The magician makes his ordinary something do something extraordinary. Now, if you’re looking for the secret … you won’t find it. That’s why there’s a third act, called The Prestige. This is the part with the twists and turns, where lives hang in balance, and you see something shocking you’ve never seen before.“

Bereits nach nur vier Filmen (Following, Memento, Insomnia, Batman Begins) genießt der erst 36jährige Chistopher Nolan nicht nur bei mir hohes Ansehen und wird als die Regiehoffnung der kommenden Jahre gepriesen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an seinen neuesten Streich „The Prestige“, in welchem er die Geschichte zweier konkurrierender Magier in London zur Zeit der Jahrhundertwende erzählt. Das ganze hochkarätig besetzt mit Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine und Scarlett Johannsson. Ein Selbstläufer?

Die Antwort lautet jein. Zum einen wollte ich den Film unbedingt gut finden und er liefert fraglos genug gute Gründe, dies auch zu tun. Ein stimmiges doch zugleich unaufdringliches Setdesign, ein konstant auf hohem Niveau spielendes Starensemble, eine Erzählweise, in der stets ein unterschwelliger Hauch von Magie mitzuschwingen scheint und natürlich die zahlreichen Twists und Finten, mit deren Hilfe die Zuschauer immer wieder aufs neue hinters Licht geführt und bis zum Schluss im Dunkeln tappen sollen.

Doch genau hier ist auch der größte Kritikpunkt anzubringen, hier findet sich der Grund weshalb der Film – zumindest für mich – nicht wie geplant funktioniert. Denn während seine Leinwandmagier stets darauf bedacht sind, die Geheimnisse ihrer Tricks möglichst rätselhaft und undurchschaubar zu gestalten, agiert Nolan selbst dabei leider gar allzu plump. So kam es, dass ich ausnahmslos jede eigentlich unvorhergesehene Wendung bereits lange vorher kommen sah, was letztlich die Gesamtbewertung deutlich nach unten zieht.

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, denn wäre unmöglich meine Kritik näher auszuführen, ohne den Film massiv zu spoileren. Unterm Strich bleibt demnach festzuhalten, dass „The Prestige“ durchaus ein wahrhaft magisches Erlebnis sein kann, sofern es ihm gelingt, den Zuschauer einzulullen und gänzlich in seinen Bann zu ziehen. Da er jedoch so massiv von seinen Überraschungsmomenten lebt, kann es mit der Magie sehr schnell vorbei sein, denn wer würde beim Prestige noch staunen, wenn er den Trick bereits beim Pledge durchschaut hat?

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