We meet in Strasbourg Stuttgart

Normalerweise läuft es ja so: Ein Konzert steht an und je näher es rückt, desto mehr der anfangs euphorischen Mitfahrwilligen springt – meist aus zweifelhaften Gründen – ab. Es ist daher als mittleres Wunder anzusehen, dass sich zum Konzert der Rakes in der Stuttgarter Röhre tatsächlich knapp 20 (in Worten: ZWANZIG) Leute den Arsch hoch bekommen haben.

The Rakes

Die Anfahrt war allerdings ein ziemlicher Albtraum. Wer schon immer mal wissen wollte wieviele Baustellen sich in einen Autobahnabschnitt quetschen lassen, dem empfehle ich die A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Als wäre das nicht schon genug der Qual, galt es auch noch einen kuscheligen zehn Kilometer Stau wegen eines lächerlichen Auffahrunfalls durchzustehen. Kein guter Anfang.

Bei der Parkplatzsuche war das Karma dann zwar wieder auf unserer Seite, so dass wir den Ort des Geschehens noch rechtzeitig erreichten, doch auch ein Weizen half nicht meine Nerven wieder soweit zu beruhigen, um den Auftritt der Bishops genießen zu können. Dabei gab sich die Band um die beiden Zwillingsbrüder Mike und Pete Bishop wirklich Mühe, das teils erstaunlich jung wirkende Publikum gebührend einzustimmen.

Anschließend waren dann aber Reihe eins und das Warten auf die Rakes angesagt, wobei meine Laune sich zusehends besserte. Als Alan Donohoe (Gesang), Matthew Swinnerton (Gitarre), Jamie Hornsmith (Bass) und Lasse Petersen (Schlagzeug) dann die Bühne betraten und ihr 18 Track starkes Set nahezu ohne Pausen abfeuerten, waren alle Fahrbahnverengungen und Stop-and-Go Passagen vergessen.

Bereits nach „Terror!“, „Retreat“ und „We Danced Together“ gab es bei den meisten Besuchern kein Halten mehr und die Stimmung wurde konstant hoch gehalten, bis sie in „Strasbourg“, der letzten Nummer des regulären Sets ihren absoluten Höhepunkt fand. Bei der Zugabe ging es dann mit zwei meiner Favoriten „Work Work Work (Pub Club Sleep)“ und „The World was a Mess but his Hair was perfect“ etwas ruhiger zu. aber das war auch ganz gut so, denn die Kraftreserven waren bereits ziemlich aufgebraucht.

Auf dem Weg zum Auto gab es dann noch eine eine verdiente Stärkung beim Imbiss „Ützel Brützel“ und die Heimfahrt verlief dann glücklicherweise gänzlich stressfrei. Bilder des Spektakels gibt es selbstverstänlich auch, und zwar wie gehabt nach dem Klick. 1, 2, 3, 4!

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