Heath Ledger stirbt mit 28

Als Heath Ledger 1999 mit „10 Dinge, die ich an dir hasse“ zum ersten Mal einem größeren Publikum bekannt wurde, waren ihm die Worte „Teenie-Schwarm“ und „Hollywood-Beau“ förmlich auf die Stirn geschrieben. Mit dem zwei Jahre später erschienenen „Ritter aus Leidenschaft“ (den meine Mutter gemeinsam mit meiner Ex-Freundin im Kino gesehen hat) schienen sich diese Mutmaßungen zu bestätigen: Ein weiterer Hollywood-Jungstar mit hübschem Gesicht und einem Abonnement auf seichte Filme.

Doch bereits sein Auftritt in „Monster’s Ball„, nur wenige Monate darauf, lies erahnen, dass mehr Potential in dem gebürtigen Australier schlummert. Nach einer kurzen Phase eher unglücklicher Rollenauswahl folgte 2005 dann der Durchbruch: Eine Oscar-Nominierung für seine Darstellung des Ennis Del Mar in „Brokeback Mountain“. Heath Ledger glänzt als Charakterschauspieler – das hätten ihm wohl die Wenigsten zugetraut. Man war also gespannt auf seine nächsten Schritte.

Und diese waren wesentlich klüger als in der Vergangenheit. Er überzeugte in „Casanova“ und „Candy“ und glänzte im Bob Dylan Biopic „I’m Not There“ (Filmstart in D: 28.02.208). Dann die Besetzung als Joker in Christopher Nolans neuem Batman Streifen „The Dark Knight“. Zunächst viel Skepsis, dann – spätestens seit dem Trailer – unzählige vorab Lobeshymnen und fanboyesque Verehrung. Heath Ledger kurz vor dem endgültigen Durchbruch.

Doch soweit kam es tragischerweise nicht. Im Alter von nur 28 Jahren wurde der Schauspieler am vergangenen Dienstag tot in einem Appartement in Manhattan aufgefunden. Die Ursache war wohl eine versehentliche Medikamentenüberdosis, doch es kursieren bereits jetzt wilde Theorien zu seinem Tod im Netz. Fakt ist, die Filmlandschaft verliert einen hoffnungsvollen Schauspieler und seine zweijährige Tochter (gemeinsam mit seiner Ex-Verlobten Michelle Williams) einen Vater. R.I.P.

Heath Ledger (1979-2008)

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