Fantasy Filmfest 2008 Recap – Tag 1

Nachdem ich es bislang nie geschafft habe, angemessen über das FFF zu berichten, versuche ich es in diesem Jahr mit einem täglichen Überblick der am Vortag gesehenen Filme. Und los.

Eden Lake

Eden Lake

Beim Eröffnungsfilm sind die Erwartungen natürlich etwas höher als bei „normalen“ Festivalbeiträgen, zumal das Regiedebüt von Writer/Director James Watkins auch bei den Festivalbesuchern der anderen Städte bislang überwiegend gut bis sehr gut abschnitt.

Vielleicht hätte ich das Programmheft noch genauer studieren sollen, denn dort wird Watkins wie folgt zitiert:

‚High Tension‘ was the only movie I referenced.

Puh. Besagter „High Tension“ ist zweifelsohne einer der schlechtesten Filme, die ich jemals im Kino gesehen habe. Leider sollte sich bald herausstellen, dass „Eden Lake“ nicht weit davon entfernt ist.

Sozialkritik im Gewand des Terrorkinos der 70er klingt als Prämisse durchaus nicht uninteressant, wird vom Regisseur allerdings so dilettantisch umgesetzt, dass mir das Zusehen teilweise körperliche Schmerzen bereitete. Kein Klischee wird ausgelassen, auf Logik wurde quasi gänzlich verzichtet und die „Wendungen“ versuchen offenbar gar nicht erst unvorhersehbar zu sein.

Lediglich der raue, realistische Stil sowie die Leistung der Hauptdarstellerin wissen zu gefallen und wenn man dem Regisseur unbedingt etwas zu Gute halten will, so könnte man die Konsequenz anführen, mit der er den Film zu Ende gehen lässt. Doch Konsequenz sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein…

Gnädige 2/10 verkommenen Jugendlichen.

2/10

Three Kingdoms: Resurrection of the Dragon

Three Kingdoms: Resurrection of the Dragon

Der zweite Film am Eröffnungstag war der von Daniel Lee in Szene gesetzte Schlachtenepos „Three Kingdoms: Resurrection of the Dragon“. Es gab zwar weder eine Auferstehung, noch einen Drachen, dafür allerdings Andy Lau, Sammo Hung und Maggie Q. Und historische Martial-Arts-Streifen gehen bei mir eh (fast) immer.

Nun, viel schreiben muss man über diesen Film nicht. Viel Pathos, viel Getrommel und Fahnengeschwenke. Zudem recht dialoglastig das ganze, allerdings werden die Action- bzw. Kampfszenen stets dann eingestreut, wenn Langeweile aufzukommen droht (Die allerdings sicher unvermeidbar gewesen wäre, hätte die Spielzeit nicht nur untypische aber angenehme 102 Minuten betragen).

Unter dem Strich solide Kost für Genre-Fans, mit einigen (unfreiwilligen?) komischen Momenten. Ich sage nur Helm Hammerhand!

5 von 10 unvereinigten Königreichen.

5/10

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