Norman Cook’s (aka Fatboy Slim) Alias “The BPA” kennt der ein oder andere vielleicht noch von dem tollen Video mit den schwarzen Balken. Das Video zur neuen Single “He’s Frank (Slight Return)”, der Altmeister Iggy Pop seine markante Stimme leiht, ist auch nicht übel, außerdem handelt es sich um den besseren Song.
Ich habe einen meinen Vorsätze für 2009 gleich in den ersten Tagen des Jahres in die Tat umgesetzt und die 436 Seiten von Alan Moore’s Watchmen regelrecht aufgesaugt. Dies hat zur Folge, dass ich der Verfilmung von Zack Snyder nun wesentlich kritischer gegenüberstehe als noch vor der Lektüre, denn ob der komplexe Stoff wirklich adäquat auf die Leinwand gebracht werden kann scheint mir fraglich.
Die virale Marketingkampagne für den Film, der ja bereits am 5. März in unsere Kinos kommt, ist jedenfalls äußert nett gemacht. Auf der regelmäßig aktualisierten Seite www.thenewfrontiersman.net findet man diverse Dokumente, Bilder und Videos – manche mehr, manche weniger interessant. Hier als Vorgeschmack ein fiktiver Nachrichtenbeitrag zu Dr. Manhattans zehnjährigen “Geburtstag” :
Meine ehrenamtliche Funktion als Hype-Multiplikator habe ich zugegebenermaßen ziemlich vernachlässigt, daher an dieser Stelle endlich wieder einige musikalische Empfehlungen von yours truly.
The Virgins
Der heiße Indie-Scheiß kommt derzeit nicht etwa von der Insel sondern aus Übersee, direkt aus dem Big Apple. Ihr Song “Rich Girls” erinnert mich irgendwie an den Sound des ersten Franz Ferdinand Albums – und das ist zur 100% positiv gemeint. Hier das zugehörige Video:
Und als Bonus obendrauf gibt’s den dancey Twelves Remix zum Download.
Das Internet in Aktion: Vorhin bin ich über das erwähnte“The Heavy Edition” auf die Band “Winter Gloves” gestoßen. Auf deren MySpace habe ich mir diverse Lieder angehört, die mir durch die Bank weg gefallen haben. Da der deutsche iTunes Store mich leider kein Geld ausgeben lassen wollte, hab’ ich mit Goolgles Hilfe den Weg zum Kanadischen Webshop Zunior.com gefunden, wo ich das Album für umgerechnet 5,55€ via PayPal und bequemem MP3-Download erstanden habe. Ist das nicht toll?
Nicht wirklich neu, allerdings mit bald erscheinendem zweiten Album “Rules”. Ich könnte mich immer noch schwarz ärgern, dass ich bereits zweimal die Gelegenheit vergeben habe das in Berlin ansässige Quartett live zu erleben (Dieses Jahr klappts!). Das Album ist vor einigen Tagen ins Netz geleaked (pfui und so) und ich sage nur ein Wort: Pflichtkauf! Hier ein Stück vom 2006er Debüt:
Inflation
Und weil ich gerade ich Gönnerlaune bin, dazu noch den glorreichen Fred Falke Remix von “Golden Cage”
yay!monday habe ich ja hier schon des öfteren verlinkt. Dort findet man jede Woche neun Web-Entdeckungen aus den Bereichen Kunst, Design und Fotografie. The Heavy Edition verfolgt den gleichen Ansatz, allerdings dreht sich dort alles um Musik. Aktuell gibt es Ausgabe Nummer fünf und die Auswahl ist äußerst gelungen. Ein definitiver Keeper in meinem Feedreader!
Auf die Arbeiten des Herrn Moss wies ich ja kürzlich erst hin. Nun hat er ein neues Projekt gestartet:
I’ve been meaning to start this project for a couple of months, but wanted to wait until the movie posters are done. Today I broke down and started anyway. 9 games, 9 Penguin style covers.
Bislang gibt es erst zwei Cover, nämlich zu den N64 Meisterwerken “Ocarina of Time” und “Goldeneye”. Fehlen also noch sieben, daher immer schön seinen Photostream bei Flickr im Auge behalten!.
Platz 10: Does It Offend You, Yeah? – You Have No Idea What You’re Getting Yourself Into
Wenn man nach den Kritikern ginge, würde das Album wohl nicht in dieser Liste auftauchen. Macht ja aber keiner. Vermutlich ist Platz 10 dennoch etwas zu hoch, aber wir reden hier immerhin von der Band mit dem Über-Track “We Are Rockstars”. Überraschenderweise sind es mit “Epic Last Song” und “Dawn Of The Dead” zwei ruhigere Nummern die hervorstechen.
Der Film lief gestern übrigens als Weltpremiere auf dem gerade stattfindenen Sundance Festival. Dort gibt es ja bekanntlich meist noch mehr sehenswerte Filme zu entdecken, daher empfehle ich in den kommenden Tagen immer mal wieder hier und hier vorbeizuschauen.
Platz 15: The Last Shadow Puppets – The Age Of The Understatement
Wenn eine “Indie-Band” den Soundtrack für einen Sergio Leone Western beisteuern würde, es müsste klingen wie das Debüt der Last Shadow Puppets. Alex Tuner wirkt mit seinen (damals) 22 Jahren schon so unglaublich abgeklärt, als wäre es nur logisch, dass alles was er anfasst automatisch zu Gold wird. Auch sein Partner Miles Kane soll hier nicht ohne Lob bleiben, und gemeinsam liefern die beiden ein Album mit einer derartigen Nonchalance ab, dass es fast schon unverschämt ist.
Den meisten dürfte Olly Moss Arbeit durch diverse T-Shirt Designs bekannt sein, auf seine Kappe geht unter anderem das berühmt-berüchtigte “Spoiler-Shirt”. Nun hat er eine Reihe von minimalistischen Filmpostern gestaltet, die allesamt sehr hübsch anzusehen sind. Einen Vorgeschmack gibt’s unten, den Rest auf seiner Homepage.
Mit Spannung hatte ich das Debüt der Australier erwartet und auf einen ähnlichen Geniestreich wie das Cut Copy Album spekuliert. Leider wurde es dann aber “nur” ein gutes Album mit sehr starken Singles aber eben auch teilweise nicht so starken Stücken. Trotzdem ein gelungenes Erstlingswerk!
So ganz ohne Listen geht’s zum Jahreswechsel dann doch nicht, daher gibt’s nun in fünf Teilen die besten 25 Alben des vergangenen Jahres.
Platz 25: The Teenagers – Reality Check
Über die Teenagers hat mal jemand geschrieben, sie klängen wie “Kraftwerk doing the soundtrack to a porno film.” Das ist zwar ziemliche überspitzte, aber zugleich auch eine recht adäquate Beschreibung der Musik dieses Synthpop-Trios. Daher macht das Album auch ohne viel musikalische Substanz eine Menge Spaß.
Ging eigentlich gar nicht so schlecht los. Der Trip nach Berlin war ziemlich gelungen, mein Gesundheitszustand hatte sich zusehends gebessert und nebenbei machte ich noch ein kleines Vermögen durch den Verkauf von Kinderspielzeug aus dem Keller meiner Eltern bei eBay. So weit, so gut.
Silvester 2008 – Oberbaumbrücke in Berlin
Dann kam die Heimfahrt. 680 Kilometer, etwa 500 davon durch Schnee, Regen und Eis. Zu viert zusammengepfercht in meinem ächzenden Peugeot 205 quer durchs Land, umgeben von Dunkelheit und Mistwetter. Dazu noch kalte Füße (dank durchnässter Chucks) und fertig ist die Grippe, die mich am heutigen Sonnabend immer noch viel zu viel husten lässt. Bäääh!