Review-Adventskalender #11: Horrible Bosses

Cinematze Review-Adventskalender #11

Horrible Bosses– „My boss he’s a TOTAL FUCKING ASSHOLE.“
– „My boss she’s a EVIL CRAZY BITCH.“
– „My boss he’s a DIPSHIT COKEHEAD SON.“

„Horrible Bosses“ war das Pferd, auf welches ich im Rennen um die beste Mainstream-Sommerkomödie 2011 setzte. Dies lag neben einem gelungenen Trailer vor allem an der Tatsache, dass „King of Kong“ Regisseur Seth Rogen im Regiestuhl saß. Der Film stand mehr oder weniger in direkter Konkurrenz zu „The Hangover Part II“ (und folglich auch ein wenig im Schatten von selbigem), schließlich drehte sich die Handlung auch hier um die Irrungen und Wirrungen dreier chaotischer Best Buddies. Während sich besagtes Sequel jedoch lediglich als fader Aufguss von Teil eins entpuppte, sollte ich mit meiner Einschätzung Recht behalten und mein Pferd ging schlussendlich mit einem riesigen Vorsprung durchs Ziel.

Die besten Freunde Nick, Dale und Kurt teilen ein gemeinsames Leid: Alle drei werden von ihren Vorgesetzten aufs übelste schikaniert. Nick knechtet unter dem Kommando eines selbstgefälligen Sadisten, Dale wird von seiner psychotisch-nymphomanischen Chefin tagtäglich sexuell belästigt und Kurt muss sich nach dem Tod seines geliebten alten Chefs mit dessen drogensüchtigen, nichtsnutzigen Sohn herumschlagen, der den Familienbetrieb mutwillig in den Ruin zu treiben droht. Eines Abends keimt in den verzweifelten Angestellten der Gedanke, sich ihrer Peiniger mittels eines Auftragskillers zu entledigen…

Ich mache es kurz: Seth Gordon’s Rated-R Komödie gehört mit zum Witzigsten, was ich in diesem Jahr gesehen habe. Die Gründe hierfür sind schnell aufgezählt: Zum einen weiß das Drehbuch mit zahlreichen gelungenen, oft bitterbösen, politisch unkorrekten Gags und Dialogen zu überzeugen (wenngleich natürlich nicht alle funktionieren), zum anderen profitiert „Horrible Bosses“ von seinen durch die Bank blendend aufgelegten Darstellern. Die Chemie zwischen den drei Buddies Nick, Dale und Kurt könnte besser nicht sein, und ihre „Gegenspieler“ haben sichtlich Freude daran, sich hier einmal hemmungslos von ihrer fiesesten Seite zu zeigen (Kudos an Jennifer Aniston, die sich neben Kevin Spacey und Colin Ferrell erstaunlich wacker schlägt).

In Kombination ergibt dies sicherlich keinen Comedy-Meilenstein, jedoch äußerst unterhaltsame gut anderthalb Stunden, was mehr ist, als die meisten Hollywood-Komödien heutzutage von sich behaupten können. Extrapunkte gibt es übrigens dafür, dass Gordon seinem sympathischen „King of Kong“ Helden Steve Wiebe einen Cameo in dem Film verschafft hat (Bonus Fun-Fact: „King of Kong“ Antagonist Billy Mitchell diente Colin Ferrell angeblich als Inspiration für die Ausgestaltung seines Charakters).

Rating: ★★★★★★★½☆☆ 

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