25hours Hotel by Levi’s x 100 Yards Block Festival

Wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat, weilte ich am vergangenen Wochenende gemeinsam mit Madame im 25hours Hotel tailored by Levi’s in Frankfurt, das uns anlässlich des 100 Yards Block Festivals zu sich eingeladen hatte. Dort gaben sich unter anderem The Pharcyde, Azari & III und Nas die Ehre, weshalb ich mich bereits seit Wochen derbe auf den Trip freute.

100 Yards x Levi's

Leider stand das Vorhaben unter keinem guten Stern und wir kamen am Freitagabend deutlich später als geplant und obendrein ziemlich zerstört in Mainhattan an, denn nachdem ich bereits donnerstags mit meinem Auto auf der Autobahn fernab der Heimat liegen geblieben war, musste meine Freundin freitags ebenfalls den Pannendienst bemühen, so dass wir beide entsprechend bedient und notgedrungen mit einem Leihwagen unterwegs waren.

Doch entmutigen lassen wollten wir uns trotz alledem nicht und waren fest entschlossen, das Wochenende in vollen Zügen zu genießen und die Sorgen zumindest für die kommenden zwei Tage zu vergessen. Etwa gegen 22 Uhr schlugen wir schließlich in der Niddastraße auf, wo das Hotel in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof gelegen ist. Dort bot sich uns der folgende Anblick:

25hours Hotel by Levi's

25hours Hotel by Levi's

25hours Hotel by Levi's

Naja, nicht ganz, denn zum einen war natürlich bereits einiges für das Festival tags drauf aufgebaut und zum anderen waren Lobby und Restaurant voller Menschen, die sich in ausgelassener Stimmung an feinster Live-Musik erfreuten. Somit war uns eines direkt von der ersten Sekunde an klar: Dies ist alles andere als ein gewöhnliches Hotel! Trotz des lautstarken Trubels wurden wir sofort herzlich in Empfang genommen und rührend umsorgt. Stellvertretend für das komplette Team geht an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Peter, der es tatsächlich schaffte, dass wir uns augenblicklich wohl und bestens aufgehoben fühlten, was angesichts unserer Verfassung ja durchaus nicht so einfach war.

Ans Feiern war an diesem Abend leider dennoch nicht mehr zu denken, doch während die bessere Hälfte ohne große Umschweife damit begann, das Bett ausgiebig zu inspizieren (lies: schlafen ging), habe ich es immerhin noch geschafft, mir in der Lobby noch einige Lieder der wirklich hervorragenden Band, deren Namen ich leider nicht behalten habe, anzuschauen, ehe auch mich die Müdigkeit übermannte. Die Zimmer des Hotels sind übrigens je nach Stockwerk im Stile verschiedener Jahrzehnte gehalten, angefangen bei den 30ern im ersten Stock und von dort aus nach oben hin ansteigend. Wir waren im vierten Stock untergebracht, was demzufolge ein Interieur angelehnt an die 60er Jahre bedeutete. Groovy! Und so sah das ganze in etwa aus:

25hours Hotel by Levi's 60s Room

25hours Hotel by Levi's 60s Room

Samstags dann seit langem endlich mal wieder ausgeschlafen – woran das unverschämt bequeme Bett sicherlich einen nicht geringen Anteil hatte – und in Folge dessen direkt das Frühstück versäumt (ein Fauxpas, den wir sonntags aber zum Glück wieder ausbügeln konnten). Nachdem wir uns also in der nächsten Bäckerei selbst versorgt hatten und bis zum Festivalbeginn noch etwas Zeit übrig war, begaben wir uns kurzerhand auf eine erste Erkundungstour durchs Hotel. Dabei fielen uns zahlreiche kleine Details ins Auge, wie wir sie zum Teil auch schon auf dem Zimmer bemerkt hatten. Ob nun die Zimmernummern aus Jeans-Gesäßtaschen, der Teppichboden in Parkettoptik, ein Ledergürtel als Kühlschrankgriff, die verschiedenen Farbgebungen im Treppenhaus oder der wachsame Fahrstuhl-Cowboy – jede noch so unscheinbare Kleinigkeit wirkte sorgfältig und mit einer klaren Vorstellung eines stimmigen Gesamtkonzepts vor Augen ausgewählt.

25hours Hotel by Levi's Room Number

25hours Hotel by Levi's Floor View

25hours Hotel by Levi's Elevator Cowboy

Anschließend musste natürlich auch das stylishe Badezimmer mit seinem Prunkstück, der Dusche, einem ausgiebigen Test unterzogen werden. Kaum wieder trocken, klopfte es an der Tür: Es war Lisa, die uns noch einmal herzlich begrüßte und unsere Outfits für den heutigen Tag im Gepäck hatte, mit denen wir uns auch prompt in Schale warfen:

25hours Hotel by Levi's x 100 Yards Festival

25hours Hotel by Levi's x 100 Yards Festival

Bestens gerüstet begaben wir uns also mehr oder weniger pünktlich nach unten aufs „Festivalgelände“, welches aus dem abgesperrten Teil der Niddastraße direkt vorm Hotel bestand. Eine waschechte Block Party eben und logistisch für uns und alle anderen Hotelbesucher natürlich ein Traum. Eröffnet wurde das musikalisch abwechslungsreiche Programm kurz nach 13:00 Uhr von „Laing“, die ihr bestes gaben, das zu diesem Zeitpunkt noch spärliche gesäte Publikum zu unterhalten. In der Umbaupause sorgte DJ Passion mit seinem mit zahlreichen Rap-Klassikern gespickten Set für den passenden Vibe. Das Wetter meinte es übrigens gut mit den Veranstaltern und so gab es sommerliche Temperaturen, überwiegend blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Ganz nebenbei konnten wir nun auch erstmals die Außenansicht des Hotels im Hellen bewundern und stellten fest, dass auch hier auf außergewöhnliches Design gesetzt wurde: Das Gebäude sieht aus wie übereinander gestapelte Pappkartons!

Laing at 100 Yards Festival

25hours Hotel by Levi's x 100 Yards Festival

25hours Hotel by Levi's x 100 Yards Festival

Apropos DJ: Den gab es auch auf der son­nen­be­schie­nenen Dachterrasse im sechsten Stock des Hotels, nebst eines vorzüglichen BBQ-Buffets, dass erahnen lies, wie lecker das Essen im Hotelrestaurant sein muss. Schnell erkoren wir diesen Ort als unsere Zufluchtsinsel aus, die wir im Laufe des Samstags zwischenzeitig stets aufs Neue aufsuchten, um uns eine Nachschlag zu genehmigen und abseits des Festival-Treibens entspannt das Tanzbein in der prallen Sonne zu schwingen. So verpassten wir auch weitestgehend den Auftritt von Auletta. Sorry Jungs, aber gegen die kulinarischen Köstlichkeiten auf dem Dach hattet ihr leider keine Chance.

25hours Hotel by Levi's Dachterrassen-BBQ

Auletta at 100 Yards Festival

Als kurz vor 18 Uhr der Auftritt von The Pharcyde auf dem Programm stand, konnte man uns jedoch wieder in der ersten Reihe antreffen und bis auf „Drop“ hat die teils neu formierte Truppe um Fatlip keinen Hit ausgelassen, was mir als altem Hip Hop Head natürlich das Herz aufgehen lies. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt auch bereits deutlich angewachsen und im Anschluss an die blendend aufgelegten Westcoast-Veteranen gelang dem Franzosen Breakbot aus dem Ed Banger Camp gekonnt der Brückenschlag zu einer höheren BPM-Zahl und elektronischeren Klängen. Die perfekte Einstimmung also auf den folgenden Auftritt von Azari & III.

The Pharcyde at 100 Yards Festival

Breakbot at 100 Yards Festival

Ehe wir allerdings Zeuge der energiegeladenen Performance der Kanadier wurden, stand noch ein Besuch des geheimnisvollen Room 501 auf dem Plan (nach dem fast schon obligatorischen Abstecher auf der Dachterasse, versteht sich). Dort trafen wir auf eine nette Dame, die uns mit Rat und Tat zur Seite stand, während wir unser Outfit ein wenig pimpen durften – Levi’s Style! Von Minute zu Minute schien sich das Hotel mehr und mehr in einen wundersam magischen Ort zu verwandeln, an dem selbst unausgesprochene Wünsche in Erfüllung gingen, der ausnahmslos mit fröhlich feiernden Menschen bevölkert war und an dem die Musik niemals endete, ebenso wenig wie das BBQ. Berauscht von all diesen Eindrücken (sowie von Bier und Weißwein) taumelten wir die Treppenstufen hinunter wie Alice den Kaninchenbau und unten angekommen landeten wir mitten in der verrückten Teeparty.

25hours Hotel by Levi's Room 501

Azari & III at 100 Yards Festival

Nachdem das tanzwütige Duo Fritz Helder und Starving Yet Full (die namensgebenden DJs Dinamo Azari und Alixander III hielten sich wie üblich im Hintergrund) sich völlig verausgabt hatte, hieß es warten auf Nasty Nas, der offenbar für viele Besucher der Hauptgrund ihres Kommens war, denn als sich mit einer knappen Stunde Verspätung (!) endlich der Vorhang zu dessen Auftritt öffnete, platzte die Niddastraße förmlich aus allen Nähten. Die Wartezeit überbrückten wir übrigens im bis dahin von uns sträflich vernachlässigten Innenhof des Hotels, der eine Art Gegenpol zur Dachterrasse bildete: Während dort im Laufe des Tages immer mehr Hotelgäste von Sonne und Essen angelockt wurden, sorgten hier die hohen Wände für etwas gemäßigtere Temperaturen und diverse Sitzgelegenheiten wie Couches und Sitzsäcke luden zum verweilen und entspannen ein. Praktischerweise war es von dort aus auch nur ein Katzensprung bis zur Bar, so dass unser Getränkevorrat nie zu versiegen drohte.

25hours Hotel by Levi's Innenhof

25hours Hotel by Levi's Bar

Nas legte von der ersten Sekunde an fulminant los, wodurch kaum Zeit zum Verschnaufen blieb. Das Zusammenspiel mit der Live-Band funktionierte viel besser, als ich erwartet hatte und als besonderes Schmankerl kamen die Guest-Vocals vom Großneffen der Jazz-Legende Nat King Cole, der offenkundig einiges an musikalischem Talent in die Wiege gelegt bekam. Angefangen bei seinem Debütalbum, dem Klassiker „Illmatic“, rappte sich Nasir Jones mehr oder weniger chronolgisch durch die wichtigsten Tracks seines umfangreichen Oeuvres und hatte dabei auch einiges an neuem Material in petto. Schließlich setzte zu fortgeschrittener Stunde doch noch der Regen ein, was den allermeisten jedoch reichlich egal war – es wurde zur Not mit Kapuze oder Regenschirm weiter gefeiert. Zufrieden und erschöpft von dem ereignisreichen Tag, genossen wir die letzten Tracks des Rappers aus Queens durchs offene Fenster unseres Hotelzimmers, was ähnlich laut war, als hätten wir in der ersten Reihe gestanden.

Nas at 100 Yards Festival

Nas at 100 Yards Festival

Nas at 100 Yards Festival

Kurz vor unserer Abreise gab es noch ein weiteres Highlight des Wochenendes: das Frühstück. Es stand so ziemlich alles bereit, was das hungrige Herz an einem Sonntagmorgen nur begehren kann, inklusive der Möglichkeit sich seinen Orangensaft frisch zu pressen oder sich frische Waffeln (!) zu backen. Auch hier war das 25hours-Team wie so oft an diesen beiden Tagen stets um unser Wohlempfinden bemüht und nachdem ich beruflich bedingt recht häufig in Hotels unterwegs bin, kann ich gut und gerne behaupten, dass sich so manches vermeintliche Luxushotel eine Scheibe von diesem Engagement abschneiden könnte.

Fazit: Ein rundumgelungenes Wochenende in einem vorzüglichen Hotel, welches zeigt, dass Style und Komfort problemlos Hand in Hand gehen können. Dazu ein Festival, dass zwar fraglos noch kleinere Geburtsschmerzen zu überstehen hatte, aber in meinen Augen dennoch ganz klar das Potential hat, in den kommenden Jahren zu einer festen Größe im Raum Frankfurt heranzuwachsen. Ich weiß jedenfalls, dass ich nächstes Jahr bei einem entsprechenden Lineup wieder am Start sein werde und die Wahl meiner Unterkunft in dem Fall auch ohne Einladung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch dann auf das 25hours Hotel tailored by Levi’s fallen wird.

25hours Hotel tailored by Levi's

Persönliche Erkenntnis des Wochenendes: Ich brauche für solche Anlässe unbedingt eine bessere Kamera als mein olles iPhone und bitte euch, die Instagramisierung der von mir stammenden Fotos in diesem Beitrag zu entschuldigen.

Nächster in Artikel

Vorheriger in Artikel

Antworten