Trailer Roundup September/Oktober 2012

Open (CC BY-NC-SA 2.0 by Keith Garner)

Der Stillstand in der jüngeren Vergangenheit hier im Blog war diversen äußeren Umständen geschuldet, zu denen unter anderem ein nicht ganz stressfreier Umzug zählte. Das Internet stand währenddessen natürlich nicht still, daher herrscht nun noch ein wenig Nachholbedarf. Deshalb folgen nun ein Dutzend Trailer, die in den vergangenen zwei Monaten einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Carrie
Kein Remake von Brian De Palmas Version soll die Neuverfilmung von “Carrie” werden, sondern eine Neuinterpretation des Stoffes von Stephen Kings. Ich bin gespannt, wie Julianne Moore und Chloë Grace Moretz sich im Vergleich zu Piper Laurie und Sissy Spacek als dysfunktionales Mutter-Tochter-Gespann schlagen werden. Der erste Teaser lässt wenig Rückschlüsse auf die Qualität des Films zu, sorgt bei mir jedoch für eine durchaus unbehagliche Atmosphäre, was schon mal nicht die schlechteste Voraussetzung sein dürfte.

Django Unchained
Zu “Django Unchained”, Quentin Tarantinos Interpretation des Spaghetti Westerns, spare ich mir weitere Worte. Den wird sich sowieso jeder von euch ansehen.

Gambit
Es kommt nicht oft vor, dass die Coen Brüder ein Drehbuch schreiben und dieses dann nicht auch selbst verfilmen. Genau genommen gab es das vor “Gambit” sogar erst ein einziges Mal, nämlich im Falle von “Crimewave” (1986), bei dem sie Sam Raimi den Regie-Vortritt ließen. Nun also “Gambit”, ein Remake des gleichnamigen Heist-Klassikers aus dem Jahre 1966 mit Shirley MacLaine und Michael Caine. Die ersten spärlichen Reviews machen zwar nicht unbedingt Hoffnung auf eine würdige Neuauflage, doch aufgrund der Beteiligung von Colin Firth, Alan Rickman, Stanley Tucci und auch Cameron Diaz (deren ähnlich gelagerte Rollen in der Vergangenheit meist zu ihren besten zählten) bin ich gewillt, dem ganzen eine Chance zu geben.

http://www.youtube.com/watch?v=nq8LwPHBwtY

Gangster Squad
Der erste Trailer zu Ruben Fleischers Crime-Drama “Gangster Squad” wurde in Folge des Amoklaufs von Aurora zurückgezogen und gleichzeitig die geplante Veröffentlichung um satte vier Monate nach hinten verschoben. Grund dafür war eine Szene, in der mit Maschinengewehren durch die Leinwand auf die Besucher des Grauman’s Chinese Theatre geschossen wird. Noch ist nicht bekannt, ob der Film im Januar überhaupt in seiner ursprünglichen Fassung in die Kinos kommt. Eine heikle Angelegenheit, da es sich bei der Schießerei offenbar um eine Schlüsselszene handelt und nachträgliche Änderungen sich natürlich negativ auf die Handlung auswirken könnten. Wer den alten Trailer gesehen hat, dem fallen im Vergleich zur neuen Variante durchaus Änderungen auf, insgesamt sieht das aber immer noch alles ziemlich schick aus.

http://www.youtube.com/watch?v=-zNF8CY9_dE

Hitchcock
“Hitchcock” ist nach der HBO/BBC TV-Produktion “The Girl” bereits das zweite Biopic über den Master of Suspense in diesem Jahr. Basierend auf dem dem Buch “Alfred Hitchcock and the Making of Psycho”, beschäftigt sich der Film mit Hitchcocks Beziehung zu Alma Reville (Helen Mirren) sowie seiner Zusammenarbeit mit Psycho-Hauptdarstellerin Janet Leigh (Scarlett Johansson). Hitch selbst wird dabei von Sir Anthony Hopkins verkörpert, dessen Make-up erstaunlich glaubhaft aussieht.

The Hobbit: An Unexpected Story
“The Hobbit: An Unexpected Journey” bildet den Auftakt zu Peter Jacksons neuem Mittelerde-Epos rund um die Abenteuer des jungen Bilbo Beutlin. Ich bin zwar nach wie vor skeptisch, ob die Vorlage “Der kleine Hobbit” – ursprünglich ja als Kinderbuch konzipiert – genügend Stoff für drei abendfüllende Spielfilme hergibt, aber ich hoffe inständig, dass es Jackson gelingen wird, mich erneut vollständig in den Bann von Tolkiens fantastischer Welt zu ziehen.

Iron Man 3
Nachdem man dem ersten Iron Man Teil zu wenig Action vorhielt wurde ein Überschuss an eben dieser dem Nachfolger zum Verhängnis, den trotz des Mitwirkens von Mickey Rourke und Sam Rockwell letztlich nur Robert Downey Jr’s Charme halbwegs retten konnte. Für den deutlich düsteren dritten Teil hat nun Shane Black das Zepter in Sachen Regie und Drehbuch übernommen, was angesichts dessen letzter Zusammenarbeit mit RDJ in “Kiss Kiss Bang Bang” berechtigten Anlass zur Hoffnung gibt, dass die Franchise wieder auf den Pfad zurückfindet, den der erste Teil seinerzeit eingeschlagen hatte.

John Dies at the End
John Dies at the End Poster

Viel ist es nicht, was ich abseits der Kurzbeschreibung und der Trailer über “John Dies at the End” weiß – was angesichts der bizarren Geschichte wohl auch nicht wirklich möglich ist ohne gespoilert zu werden. Die Romanvorlage stammt von Cracked.com Autor David Wong und genießt in einigen Kreisen Kultstatus.

A new street drug that sends its users across time and dimensions has one drawback: some people return as no longer human. Can two college dropouts save humankind from this silent, otherworldly invasion?

The Lords of Salem
Ausgehend von diesem ersten Trailer könnte Rob Zombies “The Lords of Salem” entweder ein gelungener albtraumhafter Trip werden – oder einfach nur richtig mies. Ich erhoffe mir ersteres, doch urteilt selbst:

http://www.youtube.com/watch?v=JEV-I_JWwqU

Miami Connection
Miami Connection Poster

“Miami Connection” ist eine vergessene B-Movie Perle aus dem Jahr 1987 und die Plot-Beschreibung sollte ausreichen, um das Herz eines jeden Trash-Fans höher schlagen zu lassen:

A martial arts rock band goes up against a band of motorcycle ninjas who have tightened their grip on Florida’s narcotics trade.

Drafthouse Films hat den Streifen jetzt zurück auf die Leinwand gebracht. Wie es dazu kam erfährt man ausführlich in diesem Interview der Huffington Post mit Zack Carlson, einem der Programmverantwortlichen der Alamo Drafthouse Kinokette.

Not Fade Away
Mit dem Coming-of-Age Drama “Not Fade Away” liefert Sopranos Schöpfer David Chase sein Leinwanddebüt ab. Angesiedelt im vorstädtischen New Jersey der sechziger Jahre, dreht sich der Film um drei Freunden, die – euphorisiert durch einen TV-Auftritt der Rolling Stones – ihre eigene Band gründen und hoffen, als “Twylight Zones” eine ganz große Nummer zu werden. Ein Wiedersehen gab es am Set mit Tony Soprano aka James Gandolfini, der den autoritären Vater eines der Bandmitglieder mimt.

http://www.youtube.com/watch?v=859-qjg12bI

Stoker
Mein persönliches Highlight dieser Auswahl ist eindeutig “Stoker”, der erste englischsprachige Film von “Oldboy” Regisseur Park Chan-Wook. Horrorfilm trifft Familiendrama trifft Psychothriller – inspiriert von Bram Stoker’s Dracula und Alfred Hitchcocks “Shadow of a Doubt”. In den Hauptrollen sind Nicole Kidman, Matthew Goode und eine offenbar einmal mehr großartige Mia Wasikowska zu sehen. Gespannt sein darf man auch auf das Drehbuch von Wentworth Miller, der einigen aus seiner Hauptrolle in “Prison Break” bekannt sein dürfte und der mit “Stoker” zum ersten Mal als Autor in Erscheinung tritt (Trivia: Miller schrieb das Script unter dem Pseudonym Ted Foulke und 2010 landete es auf der berühmt-berüchtigten “Black List” der zehn besten nicht produzierten Drehbücher Hollywoods).

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