Video: Chage & Aska – On Your Mark (directed by Hayao Miyazaki)

Neulich durch Zufall entdeckt und wenngleich der Song ziemlich furchtbar ist, kann man sich anhand des knapp 7-minütigen Videos ausmalen, wie wohl ein futuristischer Science-Fiction Film von Hayao Miyazaki aussehen würde. Der Animationsgroßmeister höchstpersönlich hat nämlich anno 1995 den Clip zu “On Your Mark” für das japanische Rock-Duo Chage & Aska inszeniert.

2013 Leftovers

Save the World

© Terry Richardson

Oben mein nicht ganz ernst gemeinter Vorsatz für 2014, doch tatsächlich wird sich an dieser Stelle optisch wie inhaltlich manches verändern. Was genau, erfahrt ihr in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft; bis dahin gibt es nun in einem Aufwisch all das, was im vergangenen Jahr liegen geblieben ist. Vielleicht ging das ein oder andere ja im Feiertagstaumel an euch vorbei…

Movies
22 Jump Street Red Band Trailer
Das “21 Jump Street” Reboot mit Jonah Hill und Channing Tatum war ein absoluter Überraschungshit und ich würde sogar soweit gehen, den Film als eine der besten Buddy-Cop-Komödien aller Zeiten zu bezeichnen. Bei so viel Erfolg war ein Sequel die logische Konsequenz und auch wenn der Red Band Trailer zu “22 Jump Street” ein weiteres Mal zum Lachen verleitet, kann ich meine Befürchtungen, dass hier einfach die Story des Vorgängers aufgewärmt und das Setting von der Highschool ins College verlegt wurde, nicht vollends ablegen.

The Amazing Spider-Man 2 Trailer
Nach dem enttäuschenden ersten Teil des Franchise-Reboots sowie der schlechten Erfahrung mit zu vielen Widersachern in Sam Raimis “Spider-Man 3″, halte ich meine Erwartungen für “The Amazing Spider-Man 2″ vorsorglich im Zaum. Der Trailer hinterlässt bei mir ebenfalls einen ambivalenten Eindruck – das ganze gibt entweder ein unterhaltsames Comic-Spektakel oder abermals nur CGI-Blendwerk und Villain-Overkill.

Bad Words Red Band Trailer
Die politisch inkorrekte Komödie “Bad Words” mit Hauptdarsteller Jason Bateman markiert zugleich dessen Regiedebüt. Viele der Gags aus dem Red Band Trailer funktionieren für mich, die ersten Reviews sind fast durchweg positiv und ich mag Bateman generell sehr – dürfte also passen.

Gimme some more!

Review: Sennheiser MOMENTUM On-Ear Kopfhörer

Sennheiser MOMENTUM On-Ear

Mit reichlich Verspätung komme ich nun endlich mal dazu, meine Erfahrungen mit dem Sennheiser MOMENTUM On-Ear niederzuschreiben. Vom Zeitpunkt her gar nicht so schlecht, denn falls ihr noch auf der Suche nach einem Last-Minute-Geschenk zu Weihnachten für euch oder eure Lieben seid, verrate ich euch an dieser Stelle, ob ihr das stylische Teil hierbei in Erwägung ziehen solltet.

Seit Mitte August ist der MOMENTUM On-Ear in mein steter und treuer Begleiter in Sachen musikalischer Beschallung. Da ich beruflich bedingt häufig mit der Bahn unterwegs bin und zudem zahlreiche Stunden in diversen Hotelzimmern verbringe, hatte er bereits jede Menge Gelegenheit sich zu bewähren. Generell sind meine Anforderungen an einen Kopfhörer recht überschaubar: Klangqualität und Tragekomfort stehen klar an oberster Stelle (letzteres besonders auf längeren Trips), darüber hinaus sollten sie bestenfalls nicht allzu scheiße aussehen.

Klangqualität: Trotz mangelnder Vergleichswerte im Privatgebrauch (ich schwor in der Vergangenheit hier meist auf In-Ear-Kopfhörer), kann ich bei diesem Punkt von meinen Erfahrungen als DJ zehren und festhalten, dass der MOMENTUM On-Ear sich klanglich gut in mein bisheriges Duo aus Technics DJ-Headphones und Bose In-Ears einfügt. Die Bässe werden erfreulich satt und druckvoll in Richtung Trommelfell geschickt, Mitten und Höhen sind sauber und klar definiert – nichts dröhnt, nichts kreischt, nichts geht unter oder drängt sich störend in den Vordergrund. Durch die aufliegenden Hörmuscheln und gleichzeitig fehlender Noise-Cancelling-Funktion lassen sich Umgebungsgeräusche zwar nicht vollständig ausblenden, aber für meinen Bedarf ist die Abschirmung vollkommen ausreichend (nur in einem besonders harten Fall der Lärmbelästigung in Form lautstark über mehrere ICE-Sitzreihen hinweg kommunizierender Schwaben, musste ich auf die In-Ears wechseln).

Tragekomfort: Der Punkt, der mich bisher häufig vom Einsatz von On-Ear-Kopfhörern absehen ließ. Auf Dauer waren mir die Teile in der Regel schlicht zu unbequem und fingen nach einiger Zeit stets an zu drücken. Hier hat mich Sennheiser mit dem MOMENTUM On-Ear positiv überrascht, denn auch auf längeren Zugfahrten oder bei mehreren Filmen am Stück im Hotelbett, trägt sich das Ding erfreulich angenehm, ohne spürbaren Druck und ohne schmerzende Lauscher nach dem Abnehmen. Das ist natürlich ein sehr subjektives Empfinden, aber für die Größe meiner Ohren würde ich den Kopfhörer als optimal dimensioniert beschreiben.

Design: Natürlich spielt das Aussehen eines Kopfhörers bei On-Ear-Modellen eine größere Rolle als bei Stöpseln, schließlich erfüllen die prominent zur Schau gestellten Beschallungsbügel seit jeher neben der Musikzufuhr für viele zeitgleich auch die Funktion eines Fashion-Accessoires. Dies war den Machern bei Sennheiser offensichtlich wohl bewusst, denn neben den klanglichen Eigenschaften stand der Style-Aspekt bei der Produktgestaltung des MOMENTUM On-Ear klar im Fokus. Das Ergebnis ist ein minimalistisches Design, das durch Reduziertheit und Klarheit sowie Materialqualität und hochwertige Verarbeitung besticht. Kurz: Das Teil kann sich sehen lassen und farblich dürfte dank mittlerweile sieben Varianten für jeden etwas dabei sein.

tl;dr:

Der Sennheiser MOMENTUM On-Ear ist der beste On-Ear Kopfhörer, den ich für den Privatgebrauch je besaß und für wer im Preissegment um die 200€ auf der Suche ist, sollte definitiv mal Probe hören.

Disclaimer: Das Rezensionsexemplar des MOMENTUM On-Ear wurde mir freundlicherweise von Sennheiser zur Verfügung gestellt.

Sunday Sounds #1

Sunday Sounds

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der Cinematze Sunday Sounds! In diese Rubrik stopfe ich künftig unregelmäßig sonntags die ganze Musik, für die ich die Woche über keine Zeit fand. Also holt euch eure Kopfhörer ins Bett, macht es euch in selbigem gemütlich und begebt euch auf eine entspannte musikalische Entdeckungsreise.

Introducing: Leo Kalyan
Der Londoner “producer, singer, songwriter & dreamer” Leo Kalyan übt sich vornehmlich in der Kunst des Mashups, wobei das eigentlich fast das falsche Wort ist, denn im Gegensatz zu den oft lieblos zwangsverheirateten Tracks, die sich zuhauf bei SoundCloud und Co. tummeln, sind seine musikalischen Ergüsse mehr, als die Summe der einzelnen Lieder. In seinem aktuellsten Werk “why do u only call me when you’re high for this” finden die Arctic Monkeys und The Weeknd auf wundervolle Weise zusammen, was auf dem Papier zunächst unpassend klingen mag. Darüber hinaus hört ihr unten noch die perfekte Symbiose aus Duke Dumonts “Need U (100%)” und Jessie Wares “Running”.

Gimme some more!

Belgischer Gabber mit 115 BPM – This is Belgium Part Two: Cherry Moon On Valium by Radio Soulwax

Radio Soulwax presents: This is Belgium Part Two: Cherry Moon On Valium

Ich halte mich zwar für durchaus aufgeschlossen, was die gesamte Bandbreite musikalischer Stilrichtungen anbelangt, doch Gabber konnte ich definitiv noch nie irgendetwas abgewinnen. Vergangene Woche stolperte ich allerdings über dieses wirklich gelungene Experiment von Radio Soulwax names “This is Belgium Part Two: Cherry Moon On Valium”, bei dem die 2manydjs-Brüder belgische Gabber-Hymnen der 90er auf 115 BPM runtergepitcht haben. Was zunächst abenteuerlich klingen mag funktioniert tatsächlich und das Ergebnis könnte wohl 1:1 von irgendeiner hippen Boiler Room Session stammen, wäre da nicht das zugehörige Video, das neben den originalen Plattencovern der einzelnen Tracks auch die originalgetreuen Gestalten von damals nebst ebenfalls verlangsamten Dance Moves auffährt. Geiler Scheiß!

Even though these Belgian records sound very “now”, they are actually 20 years old and were meant to be played at a much, much faster speed. At the time this was the devil’s music for us, but we have learned to listen through the claps and distorted kicks and discovered that if you slow these really dark and heavy techno records down all the way to about 115 bpm, it suddenly makes them sound less frantic, ballsier and a lot sexier. Belgium at its best when pitched down.
The covers of these records are quite generic and don’t really lend themselves to animating , so we figured we would bring you the visual aspect of this musical genre that you can’t not be fascinated by: the dance. We were very lucky to have found some people who can still do the typical moves, and with them dancing in front of the record sleeves (and sometimes inside of them) we bring you our ultimate tribute to a glorious period in our Belgian musical heritage.

Matzes Mixtape Mittwoch #13

Matzes Mixtape Mittwoch

Photo Credit: S1ON cc

Die letzten vier Mixtape Mittwoche haben es nicht ins Blog geschafft, da hier ja mal wieder eine etwas ausgedehntere Dürreperiode herrschte. Nur gut, dass ihr mir natürlich alle artig bei SoundCloud folgt und deshalb nichts verpasst habt. Ab sofort gibt es meine gesammelten musikalischen Fundstücke der Woche dann auch wieder jeden Mittwoch prominent platziert an dieser Stelle.

Diesmal unter anderem mit dabei: Ein feiner Bit Funk Remix meines Lieblingssongs von The Pharcyde, leckerer französischer Syrup von Stwo, das “match made in musical heaven” Devonté Hynes und Samantha Urbani, der neue Stern am House-Himmel TCTS, einer der vielleicht besten Remixe des Jahres von DJ Koze für Mount Kimbie, “Sexmusic” von Shy Girls und zauberhafte Herbst-Melancholie von Mononoke (an die auch der Award für die tollste Textzeile geht: “You wear your party dress, but there’s no party to attend”).

Introducing: Ben Khan

Ben Khan

Kein einziger Artikel, den ich über den Londoner “Bedroom Producer” Ben Khan gelesen habe, kam ohne den fast schon obligatorisch scheinenden Vergleich zu Jai Paul aus. Das macht zwar durchaus Sinn, da eine musikalische Verwandtschaft absolut auf der Hand liegt, doch man würde dem guten Ben Unrecht tun, ihn alleine darauf zu reduzieren. In seinen zwei bisher veröffentlichten Tracks “Eden” und “Drive (Part 1)” ist überdies nämlich deutlich eine eigene Note zu erkennen, die sich allerdings schwer in Worte fassen lässt. Definitiv ein ganz heißer Kandidat für meinen “Sound of 2014″ Beitrag!