Review-Adventskalender #7: X-Men: First Class

Cinematze Review-Adventskalender #7

X-Men: First Class- “We have it in us to be the better men.”
- “We already are.”

Die X-Men Franchise wies in den vergangenen Jahren eine erstaunlich hohe Parallelität zu einer weiteren Marvel-Filmreihe auf, nämlich zur Spider-Man Trilogie: Teil 1 war gut, Teil 2 sehr gut und Teil 3 miserabel, was jeweils dazu führte, dass ein Reboot der Franchise beschlossen wurde. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei den X-Men noch eine kleine Extra-Grausamkeit namens “Origins: Wolverine” dazwischen geschoben wurde. Mit “X-Men: First Class” von “Kick-Ass” Regisseur Matthew Vaughn ist besagter Reboot nun erfolgt und ich kann festhalten: Wenn Marc Webb mit “The Amazing Spider-Man” ein ähnlich gelungenes Resultat abliefert, dürfen sich alle Fans der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft bereits auf kommenden Sommer freuen.

“X-Men: First Class” ist Anfang der sechziger Jahre zur Zeit der Kubakrise angesiedelt und handelt – wie der Titel bereits andeutet – von den Anfängen der X-Men und der Bruderschaft der Mutanten. Professor Charles Xavier und Eric Lehnsherr, die späteren Professor X und Magneto, entdecken gerade erst das Potential ihrer Kräfte und kämpfen damals noch gemeinsam im Auftrag der misstrauischen US-Regierung gegen Sebastian Shaw, der die Kubakrise gezielt heraufbeschworen hat um auf diese Weise das ultimative Ziel eines jeden Superschurken zu erreichen: die gute alte Weltherrschaft.

Dabei ist die größte Stärke von “X-Men: First Class” zugleich auch seine größte Schwäche: Im Grunde könnte der Film genauso gut “X-Men Origins: Professor X & Magneto” heißen, denn die zahlreichen weiteren Mutanten bleiben – vor allem wenn man sie nicht bereits aus den Comics kennt und entsprechend einordnen kann – großteils sehr blass und austauschbar. Lediglich Jennifer Lawrence als Raven/Mystique, Nicolas Hoult als Hank/Beast und January Jones als Emma Frost gelingt es, ihren Figuren eine gewisse Tiefe zu verleihen und mir somit positiv in Erinnerung zu bleiben. Den Rest hatte ich bereits nach Filmende direkt wieder vergessen. Im Vordergrund steht ganz klar die Charakter- und Beziehungsentwicklung der beiden einstigen engen Freunden und späteren verbitterten Gegner.

Ein besonderes Lob gebührt dabei James McAvoy und Michael Fassbender, die mit ihrer Leinwandpräsenz und Chemie in den gemeinsamen Szenen dafür sorgen, dass man der erstaunlich action-armen Comic-Verfilmung (eine willkommene Überraschung angesichts des Overkills in “The Last Stand”) ihre zweistündige Dauer zu keinem Zeitpunkt anmerkt. Ähnlich charismatisch tritt auch Kevin Bacon als Widersacher der beiden auf, der die Figur des Sebastian Shaw stark überzeichnet und an der Grenze zur Lächerlichkeit spielt, jedoch ohne diese feine Linie jemals zu überschreiten. Kritisch anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang das Ende, welches angesichts des sorgsam aufgebauten Beziehungsgeflechts zwischen Charles und Eric überhastet wirkt und sichtlich bemüht ist, alle Figuren auf ihren von der Story vorbestimmten Pfad zu führen (was teilweise mehr wie ein unsanftes Stoßen rüberkommt).

Zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass der Film eine der wohl lustigsten Szenen des gesamten Filmjahres enthält, die alleine es schon wert ist, ihn gesehen zu haben.

Wertung: ★★★★★★★½☆☆ 

X-Men: First Class – Character Trailer für Banshee, Havok, Beast & Mystique

“X-Men: First Class” konkurriert derzeit ein wenig mit “Green Lantern” um den Superhelden-Film mit dem höchsten Trailer-Output. Doch im Gegensatz zum gestern erschienenen finalen Trailer von DC’s Grüner Leuchte, den ich erneut mehr als mies fand, machen die drei Character Trailer für Banshee, Havok und Beast Lust auf mehr. Ich lege mich nur einfach mal fest: das wird was!

Banshee

Havok

Beast

UPDATE: Mit etwas unsinniger Verzögerung wurde noch ein vierter Character Trailer veröffentlich, diesmal mit Mystique in der Hauptrolle, auf die ich mich dank Jennifer Lawrence besonders freue.

Mystique

(via Collider)

X-Men: First Class UK Trailer

Der UK-Trailer zu “X-Men: First Class” hat ein paar neue Szenen zu bieten, die den Gesamteindruck ein wenig runder und auch positiver machen. Skeptisch bleibe ich allerdings nach wie vor.

FIRST CLASS charts the epic beginning of the X-Men saga, and reveals a secret history of famous global events. Before mutants had revealed themselves to the world, and before Charles Xavier and Erik Lehnsherr took the names Professor X and Magneto, they were two young men discovering their powers for the first time. Not archenemies, they were instead at first the closest of friends, working together with other Mutants (some familiar, some new), to prevent nuclear Armageddon. In the process, a grave rift between them opened, which began the eternal war between Magneto’s Brotherhood and Professor X’s X-Men.

(via Empire Online)

‘X-Men: First Class’ Retro-Magazin-Cover und fan-made Titelsequenz

Den ersten Trailer zu “X-Men: First Class” fand ich eigentlich ganz ok, danach folgte allerdings eine Reihe unglaublich mieser Poster, die den Film in ein eher schlechtes Licht rückten. Umso willkommener sind deshalb diese drei schicken Retro-Magazin-Cover von Total Film.

X-Men: First Class

X-Men: First Class

X-Men: First Class

Passend dazu tauchte heute eine überaus gelungene fan-made Titelsequenz im 60er-Jahre Stil auf, bei der als nettes Gimmick eine Variante des Themes aus der alten Zeichentrickserie verwendet wurde.

(via First Showing)